Götter, harte Jungs und die lieben Nachbarn

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Das letzte Weihnachtsguetzli ist verputzt und alle leeren Wein- und Proseccoflaschen entsorgt, dann hast du ja jetzt Zeit für etwas Kultur. Ob Jahresrückblick, göttliche Bilder oder Weltuntergangsstimmung – eine diese Ausstellungen solltest du in den nächsten freien Tagen besuchen (falls es dann noch nicht zu spät ist …)

Gezeichneter Jahresrückblick

Ob Trumps Mauer, die Ankündigung von Didier Burkhalters Abtritt oder deas neue Führerscheinrecht für saudiarabische Frauen: An der «Gezeichnet 2017» werden die wichtigsten Ereignisse und Diskussionen der vergangenen zwölf Monate nochmals zusammengefasst. Rund 50 Schweizer Karikaturisten und Cartoonisten stellen am begehbaren Jahresrückblick ihre wichtigsten und witzigsten Pressezeichnungen aus. Darunter Felix Schaad vom Tages-Anzeiger, Chapatte von Le Temps und NZZ am Sonntag sowie Peter Schrank von der Basler Zeitung und Silvan Wegmann alias Swen (diverse).

«Gezeichnet 2017» – Museum für Kommunikation

Helvetiastrasse 16, Bern

Die Ausstellung läuft bis zum 28. Januar 2018


Bässe und Bodies

Kreischende Frauen, Sprayereien auf den Toiletten und schwitzende Musiker hatte Georg Gatsas (*1978 in Grabs) schon zu hunderten vor der Linse. Seit zehn Jahren ist der St.Galler mit seiner Kamera in den Musik- und Clubszenen internationaler Metropolen wie New York, Paris und Johannesburg unterwegs. Immer auf der Suche nach sichtbaren und gut versteckten Spuren, die sie in der Stadt hinterlassen. Anlässlich seines jüngsten Bildband «Signal the Future» – den er der Londoner Dubstep-Szene widmet – präsentiert das Kunstmuseum St. Gallen einen vertieften Einblick ins aktuelle Schaffen des Künstlers.

«Are You … Can You … Were You?» – Kunstmuseum St. Gallen

Museumstrasse 32, St. Gallen 

Die Ausstellung läuft bis zum 11. Februar 2018


Mystische Bilder

Was Wale, Pferde, Hunde und  Kolibris gemeinsam haben? Sie wurden alle von den Mitgliedern des Nasca-Volkes in den kargen Grund am Fuss der Anden gescharrt. Ob sie damit den Göttern ein Zeichen geben oder heilige Plätze schmücken wollten, darüber streitet sich die Wissenschaft noch. Die rätselhaften Geoglyphen im heutigen Peru sind daher ein interessanter Ausgangspunkt für eine Schau über die Sagenumworbene präkolumbianische Nasca-Kultur.

«Nasca, Peru» –Museum Rietberg 

Gablerstrasse 15, Zürich

Die Ausstellung läuft bis zum 15. April 2018


Zuger Auswanderungsgeschichte

Was verbindet ihr mit Zug? Den Vierwaldstättersee? Die Rap-Combo Fratelli B? Wahrscheinlich eher tiefe Steuern und reiche Ausländer. Dass die kleine Steueroase ein beliebter Auswanderungsort für Sportler, Künstler und Politiker ist, kann ja wahrlich nicht als Geheimnis betrachtet werden. Spannender als die heutigen Einwanderungssituation sind daher die früheren Bewegungen im kleinen Zentralschweizer Kanton. So hat das Zuger Museum Burg für die aktuelle Ausstellung 100 Schilderungen von den rund Tausenden von Menschen, die Zug in den letzten 200 Jahren verlassen haben oder hierher eingewandert sind, zusammengetragen.

«Anders. Wo. Zuger Aus- und Einwanderungsgeschichten»  – Museum Burg 

Kirchenstrasse 11, Zug

Die Ausstellung ist geöffnet bis zum 8. Juli 2018


Tür an Tür

Meist trifft man sie unfreiwillig, wenn man gerade mit ungewaschenen Haaren, und in ausgebeulter Trainerhose den Briefkasten leert, zur Waschküche läuft oder das Skizeug aus dem Keller holt: Die Nachbarn. Eigentlich nicht komisch also, dass sich fast fünfzig Prozent der Schweizer von ihren Nachbarn beobachtet und kontrolliert fühlen. Dieses Phänomen aka «Zumutung Nachbarschaft», wie es der Philosoph Yves Bossart nannte, wird derzeit im Vögele Kulturzentrum behandelt.

«Hallo Nachbar» – Vögele Kulturzentrum 

Gwattstrasse 14, Pfäffikon SZ

Die Ausstellung ist geöffnet bis zum 25. März 2018


Unter dem Boden

Der Bündner Künstler Mirko Baselgia will es mit den Physikern – oder den Zauberern – dieser Welt aufnehmen. Denn er hat sich vorgenommen, Stein in Licht zu verwandeln. Dafür hat er in der Krypta des Zürcher Grossmünsters Pegmatit-Blöcke – eine glitzernde grobkörnige Varietät eines magmatischen Gesteins – zu einer Meditationslandschaft arrangiert. Du verstehst nur Bahnhof? Ziel erreicht, denn der Künstler will mit diesem Werk auch zum Nachdenken anregen.

«Kunst in der Krypta», Grossmünster

Grossmünsterplatz, Zürich

Die Ausstellung läuft bis zum 31. Januar 2018 und vom 3. März bis zum 22. März 2018


Am Ende

Das Thema der letzten Ausstellung ist schnell erklärt: «Won’t see you later aligator!». In sieben thematischen Räumen schlägt die Ausstellung «Weltuntergang – Ende ohne Ende» im Naturhistorischen Museum einen weiten Bogen von sachlicher Analyse über Prophezeiungen und Spekulationen bis zu offener Lust am Untergang. PS: Wer sich fragt, weshalb er oder sie überhaupt noch zur Ausstellung gesehen soll – da diese bis 2022 läuft, dürfte der Weltuntergang noch ein paar Jahre auf sich warten lassen …

«Weltuntergang – Ende ohne Ende» – Naturhistorisches Museum 

Bernastrasse 15, Bern

Die Ausstellung läuft – voraussichtlich – bis zum 10. November 2022 

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