Im Kochtopf von Familie Schweizer

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Weshalb ist Fondue kein Schweizer Nationalgericht? Seit wann essen wir mit Messer und Gabel? Und wie faltet man eine Serviette zu einem Seemonster? Darum dreht sich die Ausstellung «So isst die Schweiz».

Begrüsst wird man bei der aktuellen Ausstellung im Landesmuseum zu den Essgewohnheiten der Schweizerinnen und Schweizer gleich mit einem  Thema, die nicht jeder gut verdauen dürfte (haha Wortspiel). So müssen wir erfahren, dass Fondue, Rösti und Raclette gar keine Nationalgerichte sind. Über diese «Tüpflischisserei» kann man jedoch geteilter Meinung sein, denn in der ausgestellten Kochbuchreihe zu traditionellen Rezepten, wird schnell sichtbar – wir haben dafür diverse Regionale Spezialitäten.

Das nächste Thema das angeschnitten wird (jetzt aber genug Wortwitze), dürfte beim einen oder anderen zu einem schuldbewusstes Erröten führen. Auf mehreren Schildern wird nämlich aufgezeigt wie viel umweltfreundlicher eine fleischfreie Ernährung oder der Verzehr von Insekten statt Kalb, Schwein und Huhn wären.

Aber natürlich ist nicht die Idee, dass man das Museum mit rotierenden Gedanken oder einem hochroten Kopf verlässt. So gibt es ganz vieles zu entdecken, das einfach nur spannend oder schön exotisch ist. An einer Wand wird gezeigt, wie viele Sorten Äpfel es eigentlich gibt – die meisten bekommen wir nicht mal im Bio-Laden zu Gesicht. An einer anderen was unsere Landsleute während der Kriegszeit alles einmachten (Salat zum Beispiel!). Ebenfalls nicht verpassen sollte man die Ecke mit dem historischen Bestecks. Dort findet man nämlich die Antwort auf die Frage, weshalb wir Schweizer so Freude an Sackmessern haben: Früher hatten wir eben alle unser eigenes Besteck dabei.

Die informative und hungrig machende Ausstellung «So isst die Schweiz» kann noch bis zum 23. September 2018 im Landesmuseum besucht werden.

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