Schlemmen bis zum letzten Brösmeli

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Macha-Glace, frisches Hummus oder Erbeertürtli: Ob wir in diesen Spätsommertagen in der Stadt, der Badi oder an einem Festival unterwegs sind, feine Snacks erwarten uns überall. Der köstliche Fingerfood bringt aber auch eine Menge Abfall mit sich. Diesem Problem widmet sich erstmal ein Zürcher Festival, das Noerd Sommerfest. Gleichzeitig expandiert die Äss-Bar, die  seit Jahren gegen Foodwaste kämpft, nach Biel und Luzern.

Schlemme nöd dräckle

Seien es Einwegbesteck, Servietten, Büchsen oder Zahnstocher – Auf Schweizer Festivals wird mehr als 2 Kilo Abfall pro Tag und Person produziert. Rein gar nichts in der Tonne landen soll hingegen am Noerd Sommerfest. Dieses Festival findet erstmals am Samstag 25. August in Oerlikon statt. Hier wir es weder Plastikgeschirr, -besteckt, Gratisbecher noch PET-Flaschen geben. Dafür werden alle Teilnehmer gebeten, ihr eignes Geschirr und Trinkflaschen mitzubringen, wobei auch Mehrweggebinde mit Depot bereit gestellt werden. 

Hinter dem Pilotversuch stecken der Montagsmarkt (Designmarkt Frau Gerold/ Heiliger Bimbam) und das Zero-Waste-Ladencafé Foifi. Die erfahrenen Organisatoren setzen an diesem Event nicht nur auf das Sammeln von Karma-Punkten, sondern auch auf ein buntes, unterhaltsames Programm. So wird es neben gutem Essen etwa einen Design- und Flohmarkt, einen Fabrikverkauf bei Aroma und Freitag, Workshops, Unterhaltung für die Kleinen und Musik von E.K.R., Elijah und DJ Look Like geben. 

Ab 12 Uhr, am Samstag 25. August, in der Noerd Oerlikon, Binzmühlenstrasse 170, Zürich Oerlikon


Süsses und Salziges von gestern

Sehen wir uns die Wegwerfquote von Esswaren an, sieht es ebenfalls nicht rosig aus. Rund zwei Millionen Tonnen Lebensmitteln werden in der Schweiz jährig weggeschmissen. Das schlimmste daran: Ein Grossteil davon wäre noch essbar. Auf dieser Tatsache basiert nicht nur der Name der Äss-Bar, sondern auch ihr Konzept. 400 Tonnen an Broten, Gipfeli, Törtchen, Canapés, Wäihen, Kuchen und mehr konnte die Äss-Bar letztes Jahr vor dem Abfallkübel retten, und schweizweit zu einem günstigen Preis an hungrige Mäuler verkaufen.

Auslage mit Backwaren von gestern. Quelle: Ässbar Bern

Künftig könnten  noch ein paar hundert Kilos hinzu kommen. Denn kürzlich stiessen zu den zehn Filialen zwei weitere in Luzern und Biel dazu. In Zusammenarbeit mit lokalen Bäckereien und Konditoreien werden auch dort Backwaren und Süssgebäck vom Vortag zu günstigeren Preisen zwischen 50 Rappen und 8 Franken angeboten.

Ässbar, Marktgasse 27, Biel & St. Leodegarstrasse 2, Luzern

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