Unrasierte Beine und unermüdliche Rechercheure

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Seit über 50 Jahren präsentieren die Solothurner Filmtage jeweils während einer Woche im Januar eine seeeehr grosse und vielseitige Auswahl von Schweizer Filmen – und diese Woche beginnt heute.

Gezeigt werden vom Mittwoch 24. Januar bis Donnerstag, 2. Februar 2018 insgesamt 159 kurze und lange Filme. Darunter sind 20 Langfilmdebüts und 38 Premieren aus allen Landesteilen. Auch dieses Jahr sind darunter viele Dokumentationen und Abschlussarbeiten von Film-, Foto- und Kunststudenten. Daneben gibt es ein paar klassische fiktionale Filme und sogar Fernseh-Serien.

Das Herz des Festivalprogramms ist das «Panorama Schweiz», bei dem die Vielfalt des heimischen Filmschaffens gezeigt wird und diese in Podien auch mit Gästen und dem Publikum diskutiert wird. Zwei Wettbewerbe geben dem Programm derweil einen kompetitiven Rahmen.

Die trendkomplottschen Top 5

Dokumentation: Beyond the Obvious – Der Fotograf Daniel Schwartz

Der Film «Beyond the Obvios» vereint zwei Kunstwerke in einem. Denn die Doku zeigt den Schweizer Fotografen Daniel Schwartz bei der Fertigstellung seines Projekts «While the Fires Burn». In diesem widmet er sich – wie schon seit Jahren – dem Klimawandel. Dieser zeigt sich auf seinen Fotografien in Form schmelzenden und kollabierenden Gletscher befasst. Sie sind so etwas wie der Nachzug auf ein Buch, welches der Solothurner bereits 1997 veröffentlichte.

Do, 25. Januar um 20.30 Uhr im Palace/ So, 28. Januar um 14.15 Uhr im Konzertsaal


Kurzfilm: Living Like Herta

Wie man ein halbes Leben in 6 Minuten erzählen kann, zeigen von Bianca Caderas, Isabella Luu und Kerstin Zemp in «Living Like Herta»: Der Alltag der Protagonistin, die mit einer Robbe in einem Labyrinth-artigen Haus, mit endlosen Gängen lebt, ist auf die immer gleichen abläufe und Routinen beschränkt. Bis diese plötzlich durcheinander geraten und Herta zwingen, ihr Leben selbst wieder in die Hand zu nehmen.

Fr, 26. Januar um 09.30 Uhr im Capitol/ Sa, 27. Januar 14.30 Uhr in der Reithalle/ So, 28. Januar um 15.00 Uhr im Canva/ Mo, 29. Januar um 12.00 Uhr im Canva/


Spielfilm: Goliath

David (Dominik Locher) hatte nie das Gefühl unglücklich zu sein. Zusammen mit seiner Freundin Jessy (Lisa Brühlmann) wohnt er in einer einfachen Zweizimmerwohnung in der Agglo und hat einen geregelten Tagesablauf. Bis zum Tag als er und die ungeplant schwanger gewordene Jessy im Zug angegriffen werden. Der schmächtige David fühlt sich seinen wehrlos Gegnern unterlegen. frustriert und verängstigt, seiner rolle als Beschützer und baldigem Vater und Ernährer nicht gerecht zu werden beginnt er, exzessiv zu trainieren und Anabolika zu spritzen. Doch damit wird er selbst, wovor er sich damals in der S-Bahn fürchtete: zur Gefahr für andere.

So, 28. Januar um 18.15 Uhr im Landhaus/ Mi, 31. Januar um 11.00 Uhr im Konzertsaal


TV-Serie: Private Banking (Episode 1 + 2)

Kurzfilme hat Bettina Oberli bereits vor zwanzig Jahren gemacht. Also hat sie sich 2017 an etwas Grösseres gewagt: Eine Serie – natürlich aber auch im Mini-Format. «Private Banking» dreht sich um die Aufhebung des Bankgeheimnisses und automatischer Datenaustausch. Es herrscht Kriesenstimmung. Mittendrin:  Caroline, die uneheliche Tochter von Privatbankgründer Weyer, die nach dem Herzinfarkt ihres Vaters gegen die erbitterte Widerstände in Familie und Geschäftsleitung für die Zukunft der Bank kämpft.

So, 28. Januar um 12.00 Uhr im Canva Blue

Fokus-Film: Die Blumen von gestern

Da haben sich zwei gefunden: Mitten in seiner Lebenskrise gerät der verknorzte Holocaust-Forscher Toto an Assistentin Zazie, eine Französin mit jüdischer Herkunft. Mit dem was danach kommt, will der deutsche Regisseur Chris Kraus zum Nachdenken und herzlich lachen anregen. Denn was passiert echt, wenn der Völkermord an den Juden von zwei Menschen erforscht wird, die emotional labil, durch Herkunft und Lebensart auf unvereinbare Weise getrennt und dennoch ineinander verliebt sind? Das Drehbuch von «Die Blumen von gestern» erhielt den Thomas-Strittmatter-Preis, eine der wichtigsten Auszeichnungen für Drehbücher in Deutschland. 

Di, 30. Januar um 20.00 Uhr im Canva Blue
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